DEENESPTFRRUARHIKOZHNL
AUTOSAR_AP_EXP_IdentityAndAccessManagement FIG-f990ac5d430002e6 888 × 502 px 3 Release(s)

Figure 3.4: IAM Sequence

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: f990ac5d430002e619ec44cc18178edd897ffb78691b84985f19cf7dc4533524
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Diagrammtyp: Konzeptionelles Interaktions- und Datenflussdiagramm (vereinfachtes Sequenz-/Kollaborationsdiagramm) zur Darstellung des Zugriffskontrollmodells.
  • Architektur-Kontext: AUTOSAR Adaptive Platform (AP), Functional Cluster Identity and Access Management (IAM).
  • Technischer Zweck: Visualisierung des Autorisierungsmechanismus nach dem RFC 2904 / XACML-Referenzmodell. Das Diagramm spezifiziert, wie Zugriffe einer Adaptive Application (Subject) auf geschützte Systemressourcen (z. B. Krypto-Schlüsselspeicher oder IPC-/Dienst-Kommunikation) über einen Policy Enforcement Point (PEP) und einen zentralen/lokalen Policy Decision Point (PDP) anhand konfigurierter Manifeste validiert und durchgesetzt werden.

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • Subject (Adaptive Application Local or Remote):
    • Nicht-privilegierter POSIX-Prozess (ara::core::Result), der als lokaler Prozess (IPC/OS-Domain-Socket) oder remote (z. B. via SOME/IP über das Netzwerk) operiert.
    • Besitzt eine kryptografisch/systemisch verifizierbare Identität (POSIX UID/GID, Process ID, Security Identifier).
  • Object Provider (Functional Cluster / Daemon):
    • Ressourceneigner und Service-Anbieter innerhalb der AUTOSAR Adaptive Platform (z. B. Crypto Daemon für ara::crypto, Communication Management Binding/Library für ara::com).
    • Stellt die angeforderte Ressource bereit (z. B. Key Slot, Service Interface Event, Field, Method).
  • Policy Enforcement Point (PEP):
    • Logisch und funktional in den Object Provider bzw. in dessen Middleware-Schicht integrierter Kontrollpunkt.
    • Interzeptiert alle eingehenden Anfragen des Subjects, isoliert die Ressource vor nicht-autorisiertem Zugriff und erzwingt das Votum des PDP.
  • Policy Decision Point (PDP):
    • Autorisierungsinstanz (zentraler IAM-Daemon oder statisch generierte Auswertungslogik).
    • Evaluiert Zugriffsanfragen gegen die statisch definierten Berechtigungsregeln und Manifest-Einträge.
  • Manifest (Execution / Service Instance / Access Control Manifest):
    • Maschinengenerierte Konfigurationsartefakte (ARXML bzw. kompilierte/geparste Binär-Repräsentationen wie JSON/CBOR).
    • Enthält deklarative Sicherheitsbeschreibungen: Identität des Subjects, Intentionsdeklarationen (Access Grants, Service- und Crypto-Intents).

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

Der Kontroll- und Datenfluss erfolgt in vier diskreten, sequenziellen Phasen:

  1. Step 1 – Resource Request (Subject → Object Provider):
    • Trigger: Das Subject ruft eine Plattform-API auf (z. B. Öffnen eines Key Slots in ara::crypto oder Aufruf von FindService / Subscribe in ara::com).
    • Übertragung: Synchrone oder asynchrone Interprozess-Nachricht an den Object Provider.
  2. Step 2 – Policy Query (PEP → PDP):
    • Der PEP fängt die Anfrage ab, extrahiert den Kontext (Subject-Identität, Resource-Identifier, angeforderte Operation/Intent) und sendet eine synchrone Autorisierungsabfrage an den PDP.
  3. Step 3 – Manifest Evaluation & Decision (PDP → Manifest → PEP):
    • Der PDP lädt/parst die hinterlegten Manifeste bzw. liest vorinitialisierte Cache-Tabellen aus.
    • Regelabgleich: Abgleich der angeforderten Intention mit den für das Subject autorisierten Intents/Grants der Policy.
    • Rückmeldung: Binäres Autorisierungsvotum (Grant / Deny) wird an den PEP retourniert.
  4. Step 4 – Enforcement & Response (PEP → Subject):
    • Im Erfolgsfall (Grant): Der Object Provider führt die Operation aus (z. B. Rückgabe eines Key-Slot-Handles, Bestätigung des Event-Abonnements).
    • Im Fehlerfall (Deny): PEP blockiert den Ressourcenzugriff. Rückgabe eines spezifischen Fehlercodes (z. B. SecurityErrorDomain, AccessDenied oder Negative Response Code / NRC) an das anfragende Subject. Ein unautorisierter Direktzugriff auf die Hardwareressource/Daemon-Interna wird verhindert.

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • Manifest-Konfiguration (ARXML):
    • Applikationsentwickler müssen Zugriffsrechte explizit im Execution Manifest / IAM Manifest deklarieren (IAMGrant, ServiceInstanceDeployment, CryptoKeySlotUsage). Nicht deklarierte Intents resultieren deterministisch in einem Laufzeit-Deny (ara::core::ErrorCode).
  • Performance & Latenzbudgets:
    • PEP-PDP-Roundtrips verursachen IPC- und Parsing-Overhead. Im Stack-Design müssen PDP-Entscheidungen typischerweise gecacht werden (z. B. Permission-Token nach initialem Subscribe oder Erhalt des Krypto-Handles), um hochfrequente Datenpfade nicht zu blockieren.
  • Fehlerbehandlung (API-Vertrag):
    • Applikationscode darf nicht von einer dauerhaft erfolgreichen Ressourcenbereitstellung ausgehen; ara::core::Result<T> muss zwingend auf IAM-spezifische Fehlerkategorien geprüft werden.
  • Zero Trust & Tamper Resistance:
    • Der PEP muss zwingend auf Kernel- oder vertrauenswürdiger Daemon-Ebene durchgesetzt werden. Ein kompromittiertes Subject im User Space darf weder Manifeste manipulieren noch die PEP-Ebene umgehen können. Identitäten müssen über OS-Integritätsmechanismen (z. B. SELinux-Labels, SO_PEERCRED bei Unix Domain Sockets) verifiziert werden.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (3)

Release Dokument Seite Nr. Bildunterschrift im Dokument
R23-11 AUTOSAR_AP_EXP_IdentityAndAccessManagement S. 9 3.4 Figure 3.4: IAM Sequence
R24-11 AUTOSAR_AP_EXP_IdentityAndAccessManagement S. 9 3.4 Figure 3.4: IAM Sequence
R25-11 AUTOSAR_AP_EXP_IdentityAndAccessManagement S. 9 3.4 Figure 3.4: IAM Sequence