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AUTOSAR_RS_IdentityAndAccessManagement FIG-fe03deab762e0e21 487 × 431 px 2 Release(s)

Figure 4.1: Access Matrix

SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck: fe03deab762e0e219e91c6d894bd37a5de983055a90f8d4cee848e52e4958812
✦ KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08

1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext

  • Klassifikation: Konzeptionelle Zugriffssteuerungs-Matrix (Lampson Access Matrix / Access Control Matrix Model).
  • Technischer Zweck: Formale Definition des Berechtigungsmodells im Functional Cluster Identity and Access Management (IAM) der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
  • Funktionale Einordnung: Dient als theoretische Grundlage für die Trennung und Zuordnung von Berechtigungen zwischen konsumierenden Instanzen (Clients/Subjekten) und bereitstellenden Instanzen bzw. Plattformressourcen (Servern/Objekten). Das Modell visualisiert die Dualität von:
    • Zeilenvektoren (Capabilities / C-Lists): Subjekt-zentrierte Rechte („Was darf Prozess X nutzen?“).
    • Spaltenvektoren (Access Control Lists / ACLs): Objekt-zentrierte Schutzmechanismen („Wer darf auf Ressource Y zugreifen?“).

2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen

  • Subjekte (Subjects – Zeilen):
    • Service A, Service B, Service C: Aktive Ausführungseinheiten (Adaptive Applications, POSIX-Prozesse bzw. ara::com-Client-Instanzen), die Anfragen initiieren.
  • Objekte (Objects – Spalten):
    • Service A, Service B, Service C: Bereitstellende Dienstanbieter (ara::com-Service-Instanzen / Skeletons).
    • Resource α, Resource β: Passive Plattformressourcen (z. B. persistente Dateibereiche via ara::per, kryptografische Schlüssel/Key-Slots via ara::crypto, Socket-/CAN-Endpunkte).
  • Projektionen & Datenstrukturen:
    • Intents of [Subject]: Zeilenweise Aggregation aller einem Subjekt zugeordneten Zugriffsabsichten bzw. Berechtigungen (Entsprechung in AUTOSAR AP: Intent-Deklaration im Execution Manifest / Application Deployment).
    • Access List of [Object]: Spaltenweise Aggregation aller Subjekte, die auf ein bestimmtes Objekt zugreifen dürfen (Entsprechung: Filterregeln am Policy Enforcement Point (PEP) der Zielkomponente).
  • Matrix-Zellen (Permission Grants):
    • Binäre Zuordnung (Häkchen = Granted, leer = Denied).
    • Service A besitzt Rechte auf: Service C, Resource α.
    • Service B besitzt Rechte auf: Service A, Service C.
    • Service C besitzt Rechte auf: Service B, Resource α, Resource β.

3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf

Das Diagramm ist ein statisches Strukturmodell; für die Laufzeitüberprüfung im Stack gilt der abgeleitete Enforcement-Ablauf:

  1. Access Request: Ein Subjekt (z. B. Service A) ruft eine Methode/ein Event an einem Objekt auf (Service C oder Resource α).
  2. Policy Enforcement Point (PEP) Interception: Der IPC-/ara::com-Transportlayer oder der Ressourcen-Treiber fängt den Aufruf ab und liest die Prozess-Identität (UID/GID, Security Token, Intent Descriptor).
  3. Policy Decision: Der PEP konsultiert den Policy Decision Point (PDP / IAM-Daemon):
    • Entscheidungspfad ACL: Ist Service A in der Zugriffsliste für Service C enthalten?
    • Entscheidungspfad Capability: Weist Service A eine gültige Capability für das Zielobjekt nach?
  4. Enforcement & Branching:
    • Positivpfad (Checkmark vorhanden): Zugriff wird zugelassen; Aufruf passiert transparent zur Serviceroutine.
    • Negativpfad (Leere Zelle / Default-Deny): Aufruf wird abgewiesen. Rückgabe eines Fehlers (z. B. ara::core::ErrorCode mit Kontext Permission Denied / Access Denied).
    • Security Logging: Optionaler Callout an das Intrusion Detection System Manager Cluster (ara::idsm) zur Erfassung unautorisierter Zugriffsversuche (Security Event).

4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise

  • Zero-Trust & Default-Deny: Nicht explizit markierte Zellen repräsentieren einen strikten Zugriffsstopp. Im AUTOSAR Adaptive Design existieren keine impliziten Zugriffsrechte; jeder Dienst- und Ressourcenaufruf muss autorisiert sein.
  • ARXML-Modellierung & Manifeste:
    • Die Matrix bildet die logische Zusammenfassung von ARXML-Elementen wie ServiceInstanceToPortPrototypeMapping, IamAccessRule, SecurityEventContext und Grant.
    • Änderungen an Beziehungen erfordern Modifikationen im Manifest (Deployment) und können nicht dynamisch ad-hoc ohne IAM-Rekonfiguration erwirkt werden.
  • Impact auf Applikations-Entwickler:
    • Kein Zugriff auf ungemappte IPC-Services oder Hardwareressourcen: Fehlende Berechtigungen führen zu Initialisierungsabbrüchen (z. B. beim Binden von ara::com::Proxy oder Anfordern von Crypto-Slots).
    • Ein Service kann gleichzeitig Subjekt und Objekt sein (z. B. Service C konsumiert Service B, wird aber selbst von Service A konsumiert).
  • Impact auf Stack-/Plattform-Entwickler:
    • Implementierung des PEP muss zeitkritisch und performant sein (typischerweise Policy-Caching im Kernel- oder Middleware-Treiber), um die Latenz von ara::com-Service-Calls nicht signifikant zu degradieren.

Versionsvergleich KI-generiert · gemini-3.8-flash (via agy)

R19-11 → R20-11 redaktionell Vorgänger: FIG-b8f15d54c0a024e4
  • Zeilenvektoren (Capabilities / Intents): Die Beschriftung der horizontalen Zeilenvektoren auf der rechten Seite wurde von Capabilities of A, Capabilities of B und Capabilities of C zu Intents of A, Intents of B und Intents of C umbenannt.
R21-11 → R22-11 keine inhaltliche Änderung Nachfolger: FIG-1fc102531a68b0f3

Keine inhaltlichen Änderungen erkennbar.

Zugeordnete Anforderungen

Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.

Vorkommen in AUTOSAR-Releases (4)

Release Dokument Seite Nr. Bildunterschrift im Dokument
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