AUTOSAR_EXP_PlatformDesign
FIG-7f3120f846dbdedb
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Figure 4.1: AP architecture logical view
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-description@2 · erstellt am 2026-10-07
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Logisches Schichten- und Komponentenmodell (Blockarchitektur) der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
- Technischer Zweck: Darstellung der statischen Dekomposition der AP-Laufzeitumgebung (ARA) und deren Abgrenzung gegenüber Applikationsebene (User Applications), Betriebssystemebene (OSI-Schicht via POSIX) und unterlagerter Ausführungsumgebung (Hardware/VM/Container).
- Systemische Einordnung: Definiert die logische Struktur eines AP-Knotens gemäß AUTOSAR R21-11 (
AUTOSAR_EXP_PlatformDesign). Veranschaulicht das Dualitätsprinzip zwischen Platform Foundation Functional Clusters (bibliotheksbasierte In-Process-APIs) und Platform Service Functional Clusters (serviceorientierte IPC/Netzwerk-Dienste), die für Adaptive Applications (AA) über eine einheitliche C++-API abstrahiert werden.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Schichten & Entitäten (Top-to-Bottom)
- User Applications:
- Adaptive Application (AA): POSIX-konforme Nutzerprozesse mit eigenem virtuellem Adressraum.
- Non-PF Service (
ASW::XYZ,ASW::ABC): Anwendungsdienste, die über das Service-Interface vonara::comfür andere AAs bereitgestellt werden (anwendungsspezifisches Service-Providing).
- AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA):
Definiert die standardisierte Laufzeitumgebung und stellt die Abstraktionsschicht für AAs dar. Unterteilt in:
- Platform Foundation Functional Clusters (API-orientiert, blau kodiert):
ara::core: Basistypen, Core-Fehlerbehandlung (ara::core::Result,ara::core::ErrorCode), Speicherallokations- und Initialisierungsmechanismen.ara::com: Service-Oriented Communication (SOC). Bindet Transportprotokolle an:- Inter-Process Communication (IPC)
- Signal-basierte Übersetzung (Signal PDU)
- SOME/IP (Scalable service-Oriented MiddlewarE over IP)
- DDS (Data Distribution Service)
ara::exec: Prozesslebenszyklus, Scheduling-Konfiguration und Deterministic Client Control.ara::iam: Autorisierung und Zugriffskontrolle auf Schnittstellen und Ressourcen.ara::crypto: PKI, Schlüsselverwaltung, kryptografische Operationen (Sym/Asym, Hashing).ara::per: Persistente Datenspeicherung (Key-Value-Storage, File-Storage).ara::phm: Alive-, Deadline- und Logical-Supervision von AAs.ara::log: Strukturiertes Logging und Tracing (LT-Protokoll/DLT).ara::idsm: Erfassung und Weiterleitung von Security-Events an den Intrusion Detection System Manager.ara::tsync: Hochgenaue Zeitsynchronisation (PTP / IEEE 802.1AS).ara::diag: Fahrzeugdiagnose über UDS / DoIP (Routing, Service-Handler-Anbindung).
- Platform Service Functional Clusters (Service-orientiert, grau kodiert):
ara::sm service: Zustands- und Funktionsgruppenmanagement (State Management).ara::ucm service: Update and Config Management (Software-Aktualisierung / OTA).ara::nm service: Netzwerk-Management (Bus-Schlaf-/Wachzustände).
- Platform Foundation Functional Clusters (API-orientiert, blau kodiert):
- Operating System Interface:
- Standardisiertes Subsystem via POSIX PSE51 (Minimal Realtime System Profile gemäß IEEE 1003.13) sowie C++ Standard Template Library (STL). Kapselt Threading, Mutexes, Semaphoren und Filesystem-Basisaufrufe.
- Unterlagerte Basis:
(Virtual) Machine / Container / Hardware: Abstraktion über Hypervisor-Partitionen, Linux-Namespaces/Container oder Bare-Metal-SoC-Ressourcen.
Schnittstellen- & Strukturbeziehungen
- In-Process-Bindings vs. Inter-Process Services:
- Foundation FCs linken typischerweise als Shared- oder Static-Libraries direkt in den Kontext der AA ein (
ara::*-Header/Libraries) und kommunizieren über Systemaufrufe direkt mit dem Kernel oder über IPC mit Background-Daemons. - Platform Services laufen als eigenständige Daemons und werden von AAs transparent über generierte Proxy-/Skeleton-Klassen via
ara::comkonsumiert.
- Foundation FCs linken typischerweise als Shared- oder Static-Libraries direkt in den Kontext der AA ein (
- Abstraktion: Für die AA ist die Interaktionsform mit Plattform-Services und Non-Platform-Services identisch (strikte C++14/C++17-Interface-Semantik).
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Das Diagramm ist ein statisches Strukturmodell; aus den architekturellen Abhängigkeiten ergeben sich jedoch fundamentale dynamische Interaktionspfade:
- Bootstrap & Prozessstart:
- Plattform-Boot → OS initialisiert Hardware/Treiber.
ara::exec(Execution Management) startet als Init-Prozess/Master-Daemon und fährt Funktionsgruppen (Function Groups) gemäß Manifest hoch.ara::execspawnt AAs als native POSIX-Prozesse und setzt Capabilities/POSIX-Resource-Limits.
- Service Discovery & Binding (
ara::com):- Service-Provider (
ASW::XYZoder Platform Services wieara::ucm) initialisieren ein Skeleton und rufenOfferService()auf. - Service-Consumer initialisieren einen Proxy, triggern
FindService()(asynchron via Handler oder synchron polling) und binden nach Discovery an die Instanz. - Nachrichtenfluss erfolgt wahlweise per Shared Memory/Unix Domain Socket (IPC lokal) oder Ethernet (SOME/IP, DDS extern/intra-ECU).
- Service-Provider (
- Supervision & Health Management:
- AA meldet zyklisch Checkpoints über
ara::phm-Client-APIs (ReportCheckpoint()). - PhM aggregiert Status gegen definierte Transitionsregeln; bei Verletzung (Deadline/Alive) Trigger an
ara::smzur Recovery-Einleitung.
- AA meldet zyklisch Checkpoints über
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- API-Schnittstellenvertrag:
- Applikationscode darf ausschließlich auf spezifizierte ARA-Schnittstellen (
ara::*), POSIX PSE51 und C++ STL zugreifen. Direkte Treiber-Zugriffe (z. B. Kernel-Module,/dev/*) oder proprietäre IPC-Mechanismen verletzen die Konformität und Portabilität. - Ausnahmslose Verwendung von
ara::core::Result<T, E>/ara::core::ErrorCodeanstelle von C++-Exceptions in sicherheitskritischen Bereichen (ASIL-Kontext).
- Applikationscode darf ausschließlich auf spezifizierte ARA-Schnittstellen (
- Konfigurations- und Bereitstellungs-Einschränkungen (Manifests):
- Jede Interaktion erfordert AUTOSAR-Manifest-Modelle (ARXML): Execution Manifest (für
ara::exec), Service Instance Manifest (fürara::com, Protokollbindung SOME/IP/IPC) und Service Interface Deployment. - IAM-Policies müssen explizit konfiguriert werden; unautorisierte Zugriffe einer AA auf
ara::*-APIs werden zur Laufzeit durchara::iamblockiert.
- Jede Interaktion erfordert AUTOSAR-Manifest-Modelle (ARXML): Execution Manifest (für
- Architekturelle Restriktionen:
- Das Schaubild visualisiert logische Cluster, keine physischen Prozessgrenzen: Ein Foundation FC kann aus einer Client-Bibliothek plus einem dedizierten Hintergrund-Daemon bestehen.
- Nicht alle dargestellten Functional Clusters müssen im konkreten AP-Stack-Release oder Ziel-Image instanziiert sein (Konfigurationsabhängigkeit laut Spezifikationshinweis zu R21-11).
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.