AUTOSAR_EXP_PlatformDesign
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932 × 462 px
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Figure 4.1: AP architecture logical view
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
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KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Klassifikation: Logisches Schichten- und Komponentenmodell (Blockarchitektur) der AUTOSAR Adaptive Platform (AP).
- Technischer Zweck: Darstellung der statischen Dekomposition der AP-Laufzeitumgebung (ARA) und deren Abgrenzung gegenüber Applikationsebene (User Applications), Betriebssystemebene (OSI-Schicht via POSIX) und unterlagerter Ausführungsumgebung (Hardware/VM/Container).
- Systemische Einordnung: Definiert die logische Struktur eines AP-Knotens gemäß AUTOSAR R21-11 (
AUTOSAR_EXP_PlatformDesign). Veranschaulicht das Dualitätsprinzip zwischen Platform Foundation Functional Clusters (bibliotheksbasierte In-Process-APIs) und Platform Service Functional Clusters (serviceorientierte IPC/Netzwerk-Dienste), die für Adaptive Applications (AA) über eine einheitliche C++-API abstrahiert werden.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Schichten & Entitäten (Top-to-Bottom)
- User Applications:
- Adaptive Application (AA): POSIX-konforme Nutzerprozesse mit eigenem virtuellem Adressraum.
- Non-PF Service (
ASW::XYZ,ASW::ABC): Anwendungsdienste, die über das Service-Interface vonara::comfür andere AAs bereitgestellt werden.
- AUTOSAR Runtime for Adaptive Applications (ARA):
- Platform Foundation Functional Clusters (API-orientiert, blau kodiert):
ara::core: Basistypen, Core-Fehlerbehandlung, Speicher- und Initialisierungsmechanismen.ara::com: Service-Oriented Communication (SOC) mit Transportbindungen an IPC, Signal PDU, SOME/IP und DDS.ara::exec: Prozesslebenszyklus, Scheduling und Deterministic Client Control.ara::iam: Autorisierung und Zugriffskontrolle.ara::crypto: PKI, Schlüsselverwaltung, kryptografische Operationen.ara::per: Persistente Speicherung (Key-Value- und File-Storage).ara::phm: Alive-, Deadline- und Logical-Supervision von AAs.ara::log: Strukturiertes Logging und Tracing (DLT).ara::idsm: Erfassung und Weiterleitung von Security-Events.ara::tsync: Hochgenaue Zeitsynchronisation (PTP / IEEE 802.1AS).ara::diag: Fahrzeugdiagnose über UDS / DoIP.ara::fw: Firewall zur Paketfilterung, Netzwerkverkehrsüberwachung und Regelprüfung (neu platziert neben dem OS-Interface).
- Platform Service Functional Clusters (Service-orientiert, grau kodiert):
ara::sm service: Zustands- und Funktionsgruppenmanagement (State Management).ara::ucm service: Update and Config Management (Software-Aktualisierung / OTA).ara::nm service: Netzwerk-Management (Bus-Schlaf-/Wachzustände).
- Platform Foundation Functional Clusters (API-orientiert, blau kodiert):
- Operating System Interface:
- Standardisiertes Subsystem via POSIX PSE51 und C++ STL; im rechten Bereich baulich verkürzt zur Aufnahme des Blocks
ara::fw.
- Standardisiertes Subsystem via POSIX PSE51 und C++ STL; im rechten Bereich baulich verkürzt zur Aufnahme des Blocks
- Unterlagerte Basis:
(Virtual) Machine / Container / Hardware: Abstraktion über Hypervisor-Partitionen, Linux-Namespaces/Container oder Bare-Metal-Hardware-Ressourcen.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Das Diagramm ist ein statisches Strukturmodell; aus den architekturellen Abhängigkeiten ergeben sich jedoch fundamentale dynamische Interaktionspfade:
- Bootstrap & Prozessstart:
- Plattform-Boot → OS initialisiert Hardware/Treiber.
ara::exec(Execution Management) startet als Init-Prozess/Master-Daemon und fährt Funktionsgruppen (Function Groups) gemäß Manifest hoch.ara::execspawnt AAs als native POSIX-Prozesse und setzt Capabilities/POSIX-Resource-Limits.
- Service Discovery & Binding (
ara::com):- Service-Provider (
ASW::XYZoder Platform Services wieara::ucm) initialisieren ein Skeleton und rufenOfferService()auf. - Service-Consumer initialisieren einen Proxy, triggern
FindService()(asynchron via Handler oder synchron polling) und binden nach Discovery an die Instanz. - Nachrichtenfluss erfolgt wahlweise per Shared Memory/Unix Domain Socket (IPC lokal) oder Ethernet (SOME/IP, DDS extern/intra-ECU).
- Service-Provider (
- Supervision & Health Management:
- AA meldet zyklisch Checkpoints über
ara::phm-Client-APIs (ReportCheckpoint()). - PhM aggregiert Status gegen definierte Transitionsregeln; bei Verletzung (Deadline/Alive) Trigger an
ara::smzur Recovery-Einleitung.
- AA meldet zyklisch Checkpoints über
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- API-Schnittstellenvertrag:
- Applikationscode darf ausschließlich auf spezifizierte ARA-Schnittstellen (
ara::*), POSIX PSE51 und C++ STL zugreifen. Direkte Treiber-Zugriffe (z. B. Kernel-Module,/dev/*) oder proprietäre IPC-Mechanismen verletzen die Konformität und Portabilität. - Ausnahmslose Verwendung von
ara::core::Result<T, E>/ara::core::ErrorCodeanstelle von C++-Exceptions in sicherheitskritischen Bereichen (ASIL-Kontext).
- Applikationscode darf ausschließlich auf spezifizierte ARA-Schnittstellen (
- Konfigurations- und Bereitstellungs-Einschränkungen (Manifests):
- Jede Interaktion erfordert AUTOSAR-Manifest-Modelle (ARXML): Execution Manifest (für
ara::exec), Service Instance Manifest (fürara::com, Protokollbindung SOME/IP/IPC) und Service Interface Deployment. - IAM-Policies müssen explizit konfiguriert werden; unautorisierte Zugriffe einer AA auf
ara::*-APIs werden zur Laufzeit durchara::iamblockiert.
- Jede Interaktion erfordert AUTOSAR-Manifest-Modelle (ARXML): Execution Manifest (für
- Architekturelle Restriktionen:
- Das Schaubild visualisiert logische Cluster, keine physischen Prozessgrenzen: Ein Foundation FC kann aus einer Client-Bibliothek plus einem dedizierten Hintergrund-Daemon bestehen.
- Nicht alle dargestellten Functional Clusters müssen im konkreten AP-Stack-Release oder Ziel-Image instanziiert sein (Konfigurationsabhängigkeit laut Spezifikationshinweis zu R21-11).
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.