AUTOSAR_AP_SWS_Firewall
FIG-baff438035b6c18a
426 × 298 px
1 Release(s)
Figure 5.1: Interfaces required by Firewall from other Functional Clusters
SHA-256 Inhalts-Fingerabdruck:
baff438035b6c18ae605d680444392f50954b029990de87c0f61cb3fc6561c32
✦
KI-generierte Bildanalyse & technische Beschreibung
Modell: gemini-3.8-flash (via agy) · Rezept figure-series@1 · erstellt am 2026-10-08
1. Diagrammtyp & Architektur-Kontext
- Diagrammtyp: UML-Komponentendiagramm / Architektur-Abhängigkeitsdiagramm mit AUTOSAR-Adaptive-Stereotypen (
«aapFunctionalCluster»,«aapPortInterface,aapAPI»,«aapInternal»). - Funktionale Einordnung: Spezifikation der ausgehenden Abhängigkeiten (Required Interfaces) des Functional Clusters
Firewallim AUTOSAR Adaptive Platform Standard (AP R23-11, Kap. 5.2). - Architektur-Kontext: Die Firewall operiert rein als Konsument (Consumer); sie stellt selbst keine Schnittstellen für andere Functional Clusters bereit (Table 5.1: No provided interfaces). Ihre Systemanbindung beschränkt sich auf das Melden von Sicherheitsvorfällen an den IdsM sowie die Interaktion mit dem netzwerksteuernden Betriebssystem-Stack.
2. Komponenten, Entitäten & Schnittstellen
Firewall(«aapFunctionalCluster»,daemon-based):- Autonomer Daemon-Prozess zur Überwachung und Filterung des IP-basierten Netzwerkverkehrs.
Intrusion Detection System Manager(«aapFunctionalCluster»,daemon-based):- Zentraler Sicherheits-Cluster der Plattform zur Erfassung, Aggregation und Weiterleitung fahrzeuginterner Security-Events.
EventReporter(«aapPortInterface,aapAPI»):- Standardisierte funktionale Schnittstelle mit der Operation
+ ReportEvent(). - Beziehung: Die
Firewallkonsumiert diese Schnittstelle via«use»-Abhängigkeit. DerIdsMrealisiert sie (Interface Realization via gestrichelter Linie mit geschlossener, nicht ausgefüllter Pfeilspitze).
- Standardisierte funktionale Schnittstelle mit der Operation
Operating System(Basiskomponente / Execution Environment):- Zugrundeliegendes POSIX-kompatibles Betriebssystem.
TCP/IP Stack(«aapInternal»):- Plattforminterne Netzwerkschnittstelle unterhalb der AUTOSAR-Standard-API-Ebene.
- Beziehung: Die
Firewallgreift via«use»auf den Stack zu; dasOperating Systemstellt die Realisierung (Realization) des Netzwerk-Stacks bereit.
3. Dynamisches Verhalten & Sequenzablauf
Obgleich als statische Struktur modelliert, diktiert die Topologie folgenden Kontroll- und Datenfluss:
- Paketinspektion & Filterung (Synchron / Inline):
- Netzwerkpakete durchlaufen den
TCP/IP StackdesOperating System. - Die
Firewallgreift über die proprietäre«aapInternal»-Schnittstelle synchron in den Protokollstapel ein (Paketprüfung gegen Filterregeln: Ingress/Egress, L3/L4-Header, Stateful Tracking, Drop/Accept).
- Netzwerkpakete durchlaufen den
- Sicherheitsereignis-Trigger:
- Bei Erkennung einer Anomalie (z. B. Port-Scan, ungültige Flags, Rate-Limit-Überschreitung, verworfene Pakete) instanziiert die Firewall ein standardisiertes Security Event.
- Event-Reporting (API-Aufruf):
- Die Firewall ruft synchron oder entkoppelt
ReportEvent()auf derEventReporter-Instanz auf. - Der
IdsMübernimmt die Payload (inkl. Event-ID, Kontextdaten, Timestamp), filtert/puffert das Event und bereitet es für den Export via IdsR (Intrusion Detection System Reporter) vor.
- Die Firewall ruft synchron oder entkoppelt
4. Normative Relevanz & Entwickler-Hinweise
- Fehlende Applikationsports: Die Firewall exportiert keine C++ APIs via
ara::comfür User-Applications. Anpassungen und Überwachungsregeln müssen deklarativ über das Execution Management bzw. Manifest-Deployment konfiguriert werden. - OS-Bindung (
«aapInternal»): Da der Zugriff auf denTCP/IP Stackmit«aapInternal»typisiert ist, existiert keine AUTOSAR-standardisierte C++-API für die Paketfilterung. Stack-Integratoren müssen plattformspezifische Kernel-Hooks (z. B. Linuxnetfilter/nftables/eBPFoder QNXio-pkt-Filter) über proprietäre Treiber-/OS-Mechanismen an den Firewall-Daemon anbinden. - Schnittstellenvertrag
ReportEvent():- Aufrufer müssen sicherstellen, dass die im Firewall-Cluster genutzten Event-IDs exakt den im ARXML-Datenmodell des
IdsMhinterlegten Definitionskatalogen entsprechen. - Das Reporting darf bei hohem Angriffs-/Paketvolumen (DoS) nicht blockieren; der IdsM-Treiber/Stack muss Puffer- und Drosselungsmechanismen (Traffic Shaping/Rate Limiting für Security Events) implementieren, um Denial-of-Service auf Plattformebene zu verhindern.
- Aufrufer müssen sicherstellen, dass die im Firewall-Cluster genutzten Event-IDs exakt den im ARXML-Datenmodell des
- Berechtigungsstufe: Als
daemon-basedCluster erfordert die Firewall zur Interaktion mit dem OS-Netzwerkstack erweiterte POSIX-Privilegien (z. B.CAP_NET_ADMINunter Linux), wohingegen die Interaktion mit demIdsMüber plattformkonforme IPC (Inter-Process Communication) abgewickelt wird.
Zugeordnete Anforderungen
Diese Angaben zeigt der Versions-Explorer.