Stellt messtechnische Zeit- und Protokolldaten eines Synchronisationszyklus zur Validierung des Time Slave bereit.
Kontext
Die Struktur ara::tsync::TimeSlaveMeasurementType dient innerhalb des Funktionsclusters Time Synchronization (tsync) der Bereitstellung detaillierter Messdaten zur Validierung eines Time Slave. Im Rahmen der zeitsynchronen Kommunikation in verteilten AUTOSAR-Systemen erfordert die Absicherung der zeitlichen Genauigkeit eine verlässliche Verifikation der Synchronisationsschritte. Die Struktur fungiert hierbei als standardisierter Datencontainer, der protokollrelevante Messwerte eines Synchronisationszyklus aggregiert.
An der Interaktion sind im Wesentlichen drei Komponenten beteiligt: ein externer Time Master, der empfangende Time Slave sowie eine nachgelagerte Validierungs- oder Diagnoseinstanz. Der Time Slave empfängt Synchronisationsnachrichten des Masters und extrahiert daraus protokollspezifische Kennwerte wie die Sequenznummer sequenceId [SWS_TS_14156] des Sync-Frames sowie den Korrekturwert correctionField [SWS_TS_14153] und den Sendezeitpunkt preciseOriginTimestamp [SWS_TS_14150] aus dem zugehörigen Follow-Up-Frame. Ergänzt um lokale Zeitstempel und den aktuellen Pfadverzögerungswert pDelay [SWS_TS_14155], stellt der Time Slave diese Daten der Validierungsinstanz zur Beurteilung der Synchronisationsgüte bereit.
Lebenszyklus
Als reiner Datenbehälter (struct ... final) besitzt ara::tsync::TimeSlaveMeasurementType keine eigene Zustandsmaschinerie und keine aktiven Lebenszyklusphasen. Instanzen dürften typischerweise als ephemere Wertobjekte auf dem Stack oder in internen Puffern instanziiert werden, sobald ein zusammengehöriges Paar aus Sync- und Follow-Up-Frame durch den Time Slave verarbeitet wurde. Frage Q-d6401d9eff1764d3 (offen) Während dieser Initialisierungsphase werden alle Attribute, einschließlich der Referenzzeitstempel für den globalen Anteil referenceGlobalTimestamp [SWS_TS_14151] und den virtuellen lokalen Anteil referenceLocalTimestamp [SWS_TS_14154] sowie der Eingangszeitstempel syncIngressTimestamp [SWS_TS_14152], konsistent befüllt.
Nach der Befüllung wird das Objekt an die auswertende Validierungslogik übergeben. Da die Struktur keinerlei Synchronisationsmechanismen für nebenläufige Zugriffe beinhaltet, müssen Anwendungen bei threadübergreifender Übergabe für eine externe Synchronisation oder eine Übergabe per Kopie Sorge tragen. Sobald die Prüfung der Synchronisationsparameter abgeschlossen ist, endet die Lebensdauer des Objekts durch reguläre Freigabe des Speichers.
Nutzungspfad
Der reguläre Ablauf zur Erfassung und Bereitstellung der Messdaten folgt der Abfolge des Synchronisationsprotokolls:
- Empfang des Sync-Frames: Beim Eintreffen des Synchronisations-Frames erfasst der Time Slave die Ankunftszeit in virtueller lokaler Zeit als
syncIngressTimestamp [SWS_TS_14152] und übernimmt die sequenceId [SWS_TS_14156].
- Empfang des Follow-Up-Frames: Aus der nachfolgenden Nachricht werden der Sendezeitpunkt
preciseOriginTimestamp [SWS_TS_14150] sowie das Korrekturfeld correctionField [SWS_TS_14153] ausgelesen.
- Konsolidierung lokaler Parameter: Der Time Slave ergänzt den aktuell ermittelten Ausbreitungsverzögerungswert
pDelay [SWS_TS_14155] und das Zeit-Tupel aus referenceGlobalTimestamp [SWS_TS_14151] und referenceLocalTimestamp [SWS_TS_14154] in der Struktur.
- Übergabe zur Validierung: Die konsolidierte Struktur wird an die Validierungsinstanz übermittelt, welche die Daten auf Abweichungen prüft.
Sequenzdiagramm: Ablauf der Messdatenerfassung beim Time Slave zur Validierung. Quellen: [SWS_TS_14150], [SWS_TS_14152], [SWS_TS_14153], [SWS_TS_14156].
Fehlerszenarien
Da ara::tsync::TimeSlaveMeasurementType eine passive Datenstruktur ohne Methoden darstellt, wirft sie selbst keine Ausnahmen und meldet keine Fehlercodes. Fehlerzustände manifestieren sich mittelbar über die Plausibilität der enthaltenen Werte:
- Verlorene Frames oder Fehlordnung: Eine Lücke oder ein Sprung in der
sequenceId [SWS_TS_14156] deutet auf verworfene Frames oder Laufzeitprobleme auf dem Übertragungsmedium hin.
- Veraltete oder ungültige Pfadverzögerung: Ein unplausibler oder fehlender Wert in
pDelay [SWS_TS_14155] führt zu Berechnungsfehlern bei der Laufzeitkompensation.
- Diskrepanzen der Zeitstempel: Inkonsistenzen zwischen
syncIngressTimestamp [SWS_TS_14152] und dem lokalen Tupel aus referenceGlobalTimestamp [SWS_TS_14151] und referenceLocalTimestamp [SWS_TS_14154] deuten auf Synchronisationsfehler oder Drift der lokalen Uhr hin.
Auswertende Instanzen müssen die Datenstruktur daher vor ihrer Weiterverarbeitung auf Vollständigkeit und Plausibilität prüfen.
Dieser Leitfaden basiert auf den AUTOSAR-Spezifikationen der Adaptive Platform R25-11 und wurde automatisiert erstellt.
gemini-3.8-flash-medium· 2026-10-13